Was ist eigentlich Styrodur?

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Allgemein

Mit Styrodur bezeichnet man eine Marke des weltweit größten Chemiekonzerns BASF. Dabei handelt es sich um sogenanntes expandiertes Polystyrol, einen Schaumstoff, der vielseitig einsetzbar ist, zum Beispiel für Topfschwämme, Blumensteckschaum oder zur Wärmedämmung von Gebäuden.Das BASF-Produkt ist speziell für den Einsatz als Dämmmaterial entwickelt worden.Ein Anwendungsbereich ist beispielsweise die Perimeterdämmung. Hierbei wird der bodennahe Außenbereich eines Gebäudes vor Wärmeverlust geschützt. Das Dämmmaterial muss hierzu möglichst verrottbar sein, darf nur wenig Wasser aufnehmen und muss starkem Druck standhalten. Aber nicht nur am Boden wird Styrodur eingesetzt, sondern auch in luftigen Höhen: Dachböden werden immer häufiger ausgebaut und nicht (nur) als Lager-, sondern auch als Wohnraum genutzt. Um im Sommer einer zu starken Aufheizung der direkt unter dem Steildach liegenden Räume entgegenzuwirken, wird bei einer sogenannten Aufsparrendämmung der Dämmstoff direkt auf die Dachkonstruktion aufgebracht, was sich bei Neubauten oder einer Dachsanierung anbietet. Im Winter hat die Dämmung den Effekt, dass das Dachgeschoss weniger stark auskühlt.Dies sind aber nicht die einzigen Anwendungsgebiete dieses Materials, sämtliche Dämmungsaufgaben am und im Haus können damit erfüllt werden. Interessanterweise wird es auch zum Schutz vor Frost im Straßen- und Schienenbau verwendet.Bei der Herstellung von expandiertem Polystyrol wird zunächst ein spezielles Granulat durch starkes Erhitzen auf ein vielfaches des ursprünglichen Volumens vergrößert und danach für mehrere Stunden zwischengelagert. Beim anschließenden sogenannten Fertigschäumen wird das Material in eine Form gefüllt und weiter vergrößert, sodass es die Form ausfüllt.

Ökostrom in Kambodscha

Veröffentlicht von: Die Heidelberger  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Ökostrom in Kambodscha ist eine neue Idee eines Konzerns, der sich Polarstern nennt.

Die Polarstern GmbH ist seit diesem Jahr ein neuer deutscher Ökostrom-Anbieter, der seine Kunden sowohl mit 100 Prozent Ökostrom als auch mit 100 Prozent Ökogas beliefert. Mit den eingenommenen Geldern soll in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland aber auch in Entwicklungsländern gefördert werden. So wird der Aufbau von Mikro-Biogasanlagen in Kambodscha gefördert. Die Öko-Energieprodukte der Polarstern GmbH wurden vom TÜV Nord geprüft und zertifiziert. Außerdem hat der Strom das Grüner Strom Label in Gold erhalten.

Florian Henle, einer der Gründer des Ökostrom-Anbieters erklärt, dass sie im Grunde den Fair Trade Gedanken auf den Energiemarkt übertragen und so jeder mit seinem persönlichen Konsum eine weltweit nachhaltige Entwicklung unterstützen kann. Den Angaben zufolge besteht der Ökostrom zu 100 Prozent aus Wasserkraft, wobei der Strom direkt aus österreichischen Kleinwasserkraftwerken importiert wird. Das Ökogas kommt aus ungarischen Zuckerrübenfabriken.

Bei einem durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt gehen 40 Euro im Jahr in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und weitere 40 Euro in den Ausbau der Mikro-Biogasanlagen in Kambodscha. Laut Polarstern dient das Geld als Anschubfinanzierung für die Familien, die sich dann bei den Banken weitere Mikro-Kredite holen können und somit die Stromversorgung vor Ort weiter ausbauen können. Von unabhängigen Energieversorgern vor Ort bekommen die Familien in Kambodscha wichtige Haushaltsutensilien wie Gaslampen und Gasherde.

In Kambodscha ist Lam Saoleng der lokale Partner. Durch die Zusammenarbeit soll ein reibungsloser Ablauf vor Ort gewährleistet werden. Dank der Unterstützung von Lam Saoleng konnten seit 2005 bereits 10645 Familien mit einer Mikro-Biogasanlage ausgestattet werden.

Das teure Ende eines Atomkraftwerkes

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

AKW Grohnde, Foto: flickrlosch_flickr

Durch die Energiewende werden nach und nach Atomkraftwerke zurück gebaut und abgeschaltet. Somit müssen Anwohner aufgrund der Angst vor eventuellen Schäden eigentlich nicht schnell umziehen, sondern können dort wohnen bleiben. Doch ein Atomkraftwerk lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen abbauen. So werden die alten Werke meistens erst von Beton eingemauert und nachdem die Strahlung abgeklungen ist abgebaut.

Bestes Beispiel dafür ist das Atomkraftwerk in Hamm-Uentrop. So wurde dieses Atomkraftwerk bereits 1989 außer Betrieb gesetzt und ist seitdem sorgfältig eingemauert. So soll dieses nun langsam abgebaut werden, bis es nicht mehr vorhanden ist. Nun droht aber ein Finanzierungsdebakel. So wurde 2008 von einem Gutachter errechnet, dass der gesamte Abbau 347, 1 Millionen Euro kosten würde. Diese reichen aber nun bei weitem nicht aus. Grund dafür ist vor allem, dass es kein Endlager für den radioaktiven Müll gibt und man somit die Kosten nur grob schätzen könne. Der Reaktor soll letztendlich 2030 abgerissen werden. Es konnte jedoch auch dazu noch keine Einigung in der Finanzierung erzielt werden, da ein bestimmter Energiekonzern die Verhandlungen blockiert.

Allein das Mauerwerk in dem der alte Atomreaktor eingeschlossen ist kostet jährlich 5 Millionen Euro. Man kann nur hoffen, dass noch eine Einigung in der Finanzierungsfrage erzielt wird, da genau dieser Reaktor als Beispiel und Sinnbild für den Rückzug aus der Atomenergie darstellen soll. Wenn jedoch keine Einigung erzielt wird muss der Staat die Kosten tragen, was letztendlich dann der Steuerzahler tragen muss.

Der Betrieb Energy Solutions hat mittlerweile bei der Bundesregierung ihr Interesse am Abbau des Atomkraftwerkes bekundet. So gehört diese Firma zu den führenden Konzernen, was den Rückbau und Abriss von Atomkraftwerken betrifft. Immerhin habe diese schon 22 Kraftwerke eingeschlossen und ganze 4 Stück demontiert.

Der fatale Einfluss des Menschen auf das Weltklima

Veröffentlicht von: Maximilian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Überall in den Medien hört man von der bestehenden und immer weiter fortschreitenden Zerstörung unseres Planeten. Dass daran zum größten Teil der Mensch selbst schuld ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Wir selbst haben das Schicksal der Erde in der Hand. Unser Einfluss ist entscheidend für sämtliche Naturprozesse, die stattfinden. Ob Tsunami, Erdbeben, Kälteperioden oder Vulkanausbrüche – fast immer ist eine Verbindung zum Verhalten des Menschen herzustellen.

Vor allem die Verbrennung von fossilen Energieträgern maximiert den Treibhauseffekt. Eine deutliche Erwärmung der Erde wird von Experten bereits seit Jahren vorausgesagt und ist seither auch stetig zu beobachten. Zudem soll sich das Auftreten von Wetterextremen häufen.

Die Veränderung des Klimas ist ein Prozess von enormer Bedeutung für alle Lebewesen dieses Planeten. Klima beschreibt dabei den langjährigen, mittleren Zustand der Atmosphäre. Wetter hingegen bezeichnet kurzfristige Klimaereignisse, zum Beispiel Regenfälle, Hitze, Stürme oder Schnee. Wetter und Klima hängen also unmittelbar zusammen. Eine dauerhafte Veränderung der Wetterverhältnisse bedeutet also auf längere Sicht eine Veränderung des Klimas. Dieses wird gesteuert vom Zusammenspiel externer und interner Einflussfaktoren. Diese kann man als ein sogenanntes Klimasystem zusammenfassen.

Der dominierende Faktor, der unser Klima beeinflusst, ist die Sonneneinstrahlung. Dieses Phänomen bezeichnet man als externen Faktor. Es gibt fünf Untersysteme, welche interne Faktoren genannt werden. Dazu zählen die Atmosphäre, die Hydrosphäre, die Biosphäre, die Kryosphäre und die Lithosphäre. Zwischen diesen einzelnen Systemen finden ständig Austauschprozesse statt. Wenn sich beispielsweise die Stärke der Sonneneinstrahlung verändert, so ist damit eine sofortige Änderung der Kryos- und Hydrosphäre verbunden. Es verdunsten sowohl große Mengen an Meereswasser, als auch die Oberfläche bedeckende Eisflächen schmelzen.

In der Geschichte unseres Planeten gab es schon oftmals den Wechsel zwischen verschiedenen Klimaperioden. Diese waren jedoch von der Ortung unseres Planeten im Sonnensystem und nicht vom Menschen bedingt.

Der Treibhauseffekt

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

In Zeiten der Klimakatastrophe hört man oft den Begriff „Treibhauseffekt“. Jeder wirft damit um sich, in den Nachrichten wird damit schockiert, jedermann tut, als wisse er wirklich, worum es ginge. Doch in Wahrheit ist es den meisten ein absolutes Rätsel, was der Klimaschutz mit einem Treibhaus zu tun haben soll. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff „Treibhauseffekt“ erstmalig geprägt. Pioniere der Klimaforschung fanden damals erste Hinweise, dass menschliche Aktivitäten für eine Anhäufung von Kohlendioxid in der Atmosphäre sorgten.

John Tyndall war seinerzeit bekannter britischer Physiker und Forscher. Er wirkte in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit erkannte er auch, dass Kohlendioxid und Wasserstoff die beiden wichtigsten Treibhausgase sind.

Diese begünstigen die Klimaerwärmung. Aber wie? Normalerweise wird Wärme aus der Atmosphäre in das All abgestrahlt. Dadurch bleibt die Temperatur auf der Erde konstant. Die Treibhausgase verhindern jedoch die Wärmeabstrahlung. Diese staut sich in der Atmosphäre, es wird auf unserem Planeten wärmer.

Bereits vor Tyndall hatte auch der französische Physiker Fourier die Behauptung aufgestellt, dass in der Erdatmosphäre Sonnenwärme gespeichert würde. In seinen Abhandlungen nannte er dies „Glashauseffekt“, l’effet de serre. Der Begriff Treibhauseffekt wurde in Anlehnung daran geprägt.

Forscher stellten frühzeitig fest, dass sich der Anteil von Kohlendioxid in der Luft immer mehr verstärkte, jedoch konnten sie keinen Grund dafür benennen. Dies gelang erst dem österreichischen Chemiker Hans Suess. Im Fachmagazin „Nature“ verfasste er einen Artikel, welcher die Debatte über die Verschuldung der Klimaerwärmung durch den Menschen auslöste. Dies geschah im September 1955. In diesem Beitrag erwähnte Suess erstmalig, dass bei der Verbrennung von Öl und Gas Kohlendioxid entstehe, welche sich in der Luft anreichere.

Die Messung des CO2-Anteils in der Luft verdanken wir Charles Keeling. Dieser entwickelte 1958 ein Messgerät wir das Gas.

Treibhaus, Foto: d.reicherdt_flickr

 

Das Energiekonzept der Bundesregierung

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Erneuerbare Energien

Reichstag in Berlin, Foto: pcglicz_flickr

Deutschland hat sein energiepolitisches Konzept in den letzten Jahren mehrmals überarbeitet. Es gilt, den Anforderungen des Vertrages von Kyoto gerecht zu werden und das Land von veralteten Energieerzeugungstechniken und -anlagen zu befreien.

Die Bundesregierung verabschiedete nun am 6. Juni 2011 eine Schrift, in der sie die Eckdaten ihres energiepolitischen Konzeptes festhielt und der Öffentlichkeit auf der Internetpräsenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zugänglich machte.

Laut dieser Schrift zählt Deutschland weltweit zu den leistungsfähigsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern der Welt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine konkurrenzfähige Energieversorgung. Diese soll auch in Zukunft gewährleistet bleiben.

Die Bundesrepublik hat sich verpflichtet, zukünftig die Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen zu decken. Die Kernenergie soll gänzlich abgeschafft werden. Bis die neuen Energieerzeugungstechniken weit genug entwickelt sind, das ganze Land zu versorgen, übernimmt sie nur noch eine Brückenfunktion.

Bis spätestens 2022 soll gänzlich auf die Kernenergie verzichtet werden. Während des kürzlich stattgefundenen Moratoriums wurden sieben Kernkraftwerke abgeschaltet. Diese sollen auch in Zukunft nicht mehr ans Netz gehen. Die verbleibende Betriebszeit der restlichen Kernkraftwerke orientiert sich dabei an den Rechten der Eigentümer. Diesen wurde eine Mindestlaufzeit von 32 Jahren zugestanden.

Falls es zu Energieengpässen kommen sollte, so steht immer noch eines der abgeschalteten Kraftwerke zur Verfügung, welches als Reserveenergieträger dient.

Der Staat subventioniert inzwischen sämtliche regenerative Energiequellen. Auch Privatpersonen können davon profitieren. So ist es möglich, für die Anschaffung einer Solaranlage Gelder zur Förderung zu beantragen. Landbesitzern ist es gestattet, auf ihren Feldern Windkraftanlagen zu errichten. Auch für diese Anschaffungskosten bietet der Staat Subventionen und günstigere Kredite. Um der Klimapolitik gerecht zu werden, gibt es neue Bauvorschriften. Demnach ist es Pflicht, sein Haus mit einer entsprechenden Wärmedämmung auszustatten.

Die Folgen des Klimaprogramms für Verbraucher

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Strom durch Windkraft, Foto: een_berlina_flickr

Die Bundesregierung verpflichtete sich, nicht zuletzt seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, zu erheblichen Maßnahmen im Klimaschutz. Damit ging ein integriertes Energie- und Klimaprogramm einher. Dieses ist eine Kombination aus ökonomischen Instrumenten, Fördermaßnahmen und einem veränderten Ordnungsrecht. Vor allem Verbraucher müssen sich nun auf neue Vorgaben einstellen. Gleichzeitig können sie jedoch von den erheblichen Einsparmöglichkeiten profitieren, welche die Maßnahmen mit sich bringen.

Vor allem, wer neu baut, muss sich mit einem ganzen Paket an Vorschriften herumschlagen. Vor allem eine verbesserte Dämmung des Hauses muss berücksichtigt werden. Zudem verpflichten sich Häuslebauer, einen Anteil ihrer benötigten Energie aus erneuerbarer Wärmeerzeugung zu beziehen. Dies kann beispielsweise durch die Ankopplung an eine Solarthermieanlage erfolgen.

Rechtliche Grundlagen für diese Forderungen hat der Staat mit der verschärften Energiesparverordnung und dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz geschaffen.

Insgesamt sind diese Maßnahmen wirtschaftlich, da die Amortisationszeiten unter der Lebenszeit der Anlagen liegen.

Wer ein Haus energetisch saniert, erhält umfangreiche Förderungen durch das CO2-Gebäudeprogramm. Wenn man sein Dach dämmen will oder vorhat, die Fenster auszutauschen, so kann man dafür einen Zuschuss oder einen günstigen Kredit beantragen. Der Staat gibt jährlich 1,4 Milliarden Euro für energetische Gebäudesanierung aus.

Auch Förderungen bei der Ausstattung mit Solaranlagen auf dem Dach des Hauses, des Schuppens oder im Garten kann man beantragen. Der Staat subventioniert den Bau von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen. Beispielsweise können Landbesitzer auch eine Windkraftanlage auf einem ihrer Felder aufstellen. Dies ist eine große Investition, die sich jedoch auf lange Sicht lohnt, da man den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen kann und daran verdient. Auch der Bau der Anlage wird staatlich unterstützt.

Auch, wenn man baut, sollte man die Ausrichtung des Hausdaches überdenken. Möglicherweise möchte man nach ein bis zwei Jahren eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen. Dies ist jedoch nur bei einer Nord-West-Ausrichtung des Daches zu empfehlen.

 

Die Geschichte der Photovoltaik

Veröffentlicht von: Maximilian  :  Kategorie: Erneuerbare Energien, Sonnenenergie

Es ist nunmehr 100 Jahre her, dass die erste funktionierende Selen-Photozelle entwickelt wurde. Dies kann man als die Geburtsstunde der Photovoltaik ansehen. Seit ihrer Erfindung wurde diese Technik im großen Maßstab für zahlreiche Anwendungen wirtschaftlicher und auch für den Privatmenschen immer attraktiver.

Die Wechselwirkung von Licht und Elektronen wurde schon frühzeitig beobachtet. Alexandre Edmond Bequerel berichtete in seinen Schriften vom Einfluss der Sonne auf die Eigenschaften eines Elektrons. Er war jedoch nicht in der Lage, diesen Effekt theoretisch zu beschreiben. Dies gelang erst Albert Einstein im Jahr 1905. Dieser hatte die Quantennatur des Lichtes berücksichtigt.

1883 wurde die erste Selen-Photozelle geschaffen. Erfinder war der Amerikaner Charles Fritts. Diese Photozelle hatte einen Wirkungsgrad von ein bis zwei Prozent – für heutige Verhältnisse geradezu lächerlich, doch damals bahnbrechend.

Erst 1954 gelang es dann einem Forscherteam in den Bell Telephone Laboratories eine Zelle auf Basis des nahezu unerschöpflichen Elementes Silizium zu entwickeln. Man sagt, dass dies der Beginn des Einsatzes von Photovoltaik war. Deren Weiterentwicklung wurde stark gefördert, nicht zuletzt, weil man in der Raumfahrt einen hohen Bedarf an leichten, langlebigen und autarken Stromquellen hatte.

Die ersten Solarzellen fanden auf Satelliten ihren Einsatz. Dieser war so erfolgreich, dass die Technologie immer weiter erforscht und verbessert wurde.

Heutzutage sind Solarmodule aus der Raumfahrtechnik überhaupt nicht mehr wegzudenken, da sie inzwischen eine äußerst etablierte und zuverlässige Technik sind.

Auch die Kosten für die Herstellung von Solarzellen konnten kontinuierlich reduziert werden. Dies geschah vor allem aufgrund von Fortschritten in der Halbleitertechnik. Auch der wachsende Markt für die Anwendung von Photovoltaik machte einen günstigeren Preis für diese Anlagen unumgänglich.

Seit den 80er-Jahren wird diese Technik nun auch auf der Erde angewandt. Besonders kleine Privathaushalte oder Häuser mit komplizierten Zugang zum allgemeinen Stromnetz profitieren von dieser Energieerzeugung.

photovoltaikFoto: GROUPE SAMSE_Flickr

 

Weiterentwicklung der Windkraftanlagen

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Erneuerbare Energien, Windenergie

Windkraftanlage, Foto: blue ridge kitties_flickr

Seit die Bundesregierung das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat, verpflichtet sie sich, die Kohlendioxid-Emissionen um einen erheblichen Anteil zu senken. Um dieses Ziel zu verwirklichen, fördert sie vor allem den Bau und die Erforschung von Energieanlagen, welche mit regenerativen Energiequellen betrieben werden können. Subventionen fördern vor allem Solar- und Windkraftanlagen. Hausbesitzer haben die Möglichkeit, sich auf ihren Dächern staatlich subventionierte Solarzellen anbringen zu lassen. Den Strom, den sie nicht für ihren Eigenverbrauch benötigen, können sie dann in das öffentliche Stromnetz einspeisen und damit noch ordentlich Gewinn machen. Eine Investition, die sich also lohnt. Auch der mark für Windanlagen entwickelt sich. Die Leistung der einzelnen Anlagen wird immer höher. Auch die Höhe der Windräder nimmt zu. In Deutschland, wo der Windenergiemarkt einst führend weltweit war, nimmt diese Form der Energiegewinnung nun jedoch im internationalen Vergleich ab. Grund: Immer mehr Offshore-Anlagen werden im Ausland in Betrieb genommen. Dies ist in Deutschland jedoch nur eingeschränkt umsetzbar, weil die Bedingungen an den Küsten dafür nicht optimal sind.

Es ist schon fast ärgerlich, dass die Strände von Nord- und Ostsee nicht recht für den Bau solcher Anlagen geschaffen sind. Schließlich erbringen Anlagen, die „Offshore“, also auf See stationiert sind, die größte Leistung. Fast 6 MW Nennleistung kann man beispielsweise bei Anlagen in den Niederlanden verzeichnen. Diese Modelle sind jedoch noch Prototypen und kommen nur vereinzelt zum Einsatz. Normale Windanlagen auf See verbuchen eine Leistung von 5 MW.

Da die Windstärke mit der Höhe über dem Land steigt, wachsen die Windkraftanlagen stetig in die Höhe. In Brandenburg gibt es mittlerweile Windräder, die ganze 160 Meter Nabenhöhe verzeichnen. Dies entspricht einer Gesamthöhe von 205 Metern und ist somit ein Weltrekord.

Das Unternehmen, welches mit dem Rad in Betrieb ging, erhofft sich eine 30 Prozent höhere Leistung als bei Windenergieanlagen auf niedrigeren Türmen.

Die CCS-Technologie

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Allgemein, Energiepolitik und Energiewirtschaft

CSS Logo, Foto: enstarter_flickr

In Zeiten des Klimawandels gilt es vor allem, neue Technologien zu entwickeln, die zum einen mit regenerativen Energien betrieben werden können und zum anderen einen geringen Emissionsausstoß vorweisen.

Da Deutschland das Kyoto-Protokoll unterzeichnete, verpflichtete sich die Bundesregierung, den Schadstoffausstoß auf einen geringeren Wert zu begrenzen. Subventionen für Windkraftwerke und Solaranlagen waren die Folge. Die Bundesrepublik steht im internationalen Vergleich extrem gut da in puncto Klimaschutz. Auch die Entwicklung von CCS-Technologien ist wegweisend im Bereich der Co2-Einsparung.

Das Kürzel CCS steht hierbei für Co2 Capture and Storage. Dies bedeutet übersetzt die Abscheidung von Kohlendioxid an Kraftwerken oder Industrieanlagen mit nachfolgender Speicherung der Emissionen in tief liegenden geologischen Gesteinsschichten.

Die Co2-Emissionen, die bei der Verstromung fossiler Energieträger anfallen, sollen dadurch erheblich reduziert werden. In diesem Industriebereich werden in Deutschland jährlich die meisten Schadstoffe frei. Doch auch in anderen Gebieten fallen CO2-Ausstöße an, so beispielsweise bei der Zement-, Stahl- und Aluminiumproduktion. Auch die Petrochemie wirbelt ganz schön viel Schmutz in die Lüfte. Wenn die CCS-Technik auch in diesen Gebieten Einsatz finden würde, so könnte man auch hier CO2 in Ausmaßen von bis zu 80 Millionen Tonnen sparen.

Auch bei der Erdgasgewinnung wird normalerweise eine Menge CO2 frei. Dieses könnte durch die CCS-Technologie abgetrennt werden und nach der Erschließung der Erdgasfelder wieder in tiefer liegende Gesteinsformationen zurückgeführt werden.

Kritiker sind jedoch skeptisch: Was passiert mit dem CO2, wenn es erst einmal unter der Erde ist? Tritt es an anderen Stellen wieder aus? Verändert es die innere Struktur unseres Planeten? Natürlich können Natur- und Umweltfreunde nicht abstreiten, dass es zunächst eine gute Sache ist, das CO2 nicht in die Atmosphäre zu blasen. Jedoch meinen viele, dass dies nur eine Übergangslösung sein kann, bis man den Planeten vollständig mit regenerativen Energiequellen versorgt hat oder eine Möglichkeit gefunden hat, den CO2-Ausstoß abzuschaffen.