Was ist eigentlich Styrodur?

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Allgemein

Mit Styrodur bezeichnet man eine Marke des weltweit größten Chemiekonzerns BASF. Dabei handelt es sich um sogenanntes expandiertes Polystyrol, einen Schaumstoff, der vielseitig einsetzbar ist, zum Beispiel für Topfschwämme, Blumensteckschaum oder zur Wärmedämmung von Gebäuden.Das BASF-Produkt ist speziell für den Einsatz als Dämmmaterial entwickelt worden.Ein Anwendungsbereich ist beispielsweise die Perimeterdämmung. Hierbei wird der bodennahe Außenbereich eines Gebäudes vor Wärmeverlust geschützt. Das Dämmmaterial muss hierzu möglichst verrottbar sein, darf nur wenig Wasser aufnehmen und muss starkem Druck standhalten. Aber nicht nur am Boden wird Styrodur eingesetzt, sondern auch in luftigen Höhen: Dachböden werden immer häufiger ausgebaut und nicht (nur) als Lager-, sondern auch als Wohnraum genutzt. Um im Sommer einer zu starken Aufheizung der direkt unter dem Steildach liegenden Räume entgegenzuwirken, wird bei einer sogenannten Aufsparrendämmung der Dämmstoff direkt auf die Dachkonstruktion aufgebracht, was sich bei Neubauten oder einer Dachsanierung anbietet. Im Winter hat die Dämmung den Effekt, dass das Dachgeschoss weniger stark auskühlt.Dies sind aber nicht die einzigen Anwendungsgebiete dieses Materials, sämtliche Dämmungsaufgaben am und im Haus können damit erfüllt werden. Interessanterweise wird es auch zum Schutz vor Frost im Straßen- und Schienenbau verwendet.Bei der Herstellung von expandiertem Polystyrol wird zunächst ein spezielles Granulat durch starkes Erhitzen auf ein vielfaches des ursprünglichen Volumens vergrößert und danach für mehrere Stunden zwischengelagert. Beim anschließenden sogenannten Fertigschäumen wird das Material in eine Form gefüllt und weiter vergrößert, sodass es die Form ausfüllt.

Die CCS-Technologie

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Allgemein, Energiepolitik und Energiewirtschaft

CSS Logo, Foto: enstarter_flickr

In Zeiten des Klimawandels gilt es vor allem, neue Technologien zu entwickeln, die zum einen mit regenerativen Energien betrieben werden können und zum anderen einen geringen Emissionsausstoß vorweisen.

Da Deutschland das Kyoto-Protokoll unterzeichnete, verpflichtete sich die Bundesregierung, den Schadstoffausstoß auf einen geringeren Wert zu begrenzen. Subventionen für Windkraftwerke und Solaranlagen waren die Folge. Die Bundesrepublik steht im internationalen Vergleich extrem gut da in puncto Klimaschutz. Auch die Entwicklung von CCS-Technologien ist wegweisend im Bereich der Co2-Einsparung.

Das Kürzel CCS steht hierbei für Co2 Capture and Storage. Dies bedeutet übersetzt die Abscheidung von Kohlendioxid an Kraftwerken oder Industrieanlagen mit nachfolgender Speicherung der Emissionen in tief liegenden geologischen Gesteinsschichten.

Die Co2-Emissionen, die bei der Verstromung fossiler Energieträger anfallen, sollen dadurch erheblich reduziert werden. In diesem Industriebereich werden in Deutschland jährlich die meisten Schadstoffe frei. Doch auch in anderen Gebieten fallen CO2-Ausstöße an, so beispielsweise bei der Zement-, Stahl- und Aluminiumproduktion. Auch die Petrochemie wirbelt ganz schön viel Schmutz in die Lüfte. Wenn die CCS-Technik auch in diesen Gebieten Einsatz finden würde, so könnte man auch hier CO2 in Ausmaßen von bis zu 80 Millionen Tonnen sparen.

Auch bei der Erdgasgewinnung wird normalerweise eine Menge CO2 frei. Dieses könnte durch die CCS-Technologie abgetrennt werden und nach der Erschließung der Erdgasfelder wieder in tiefer liegende Gesteinsformationen zurückgeführt werden.

Kritiker sind jedoch skeptisch: Was passiert mit dem CO2, wenn es erst einmal unter der Erde ist? Tritt es an anderen Stellen wieder aus? Verändert es die innere Struktur unseres Planeten? Natürlich können Natur- und Umweltfreunde nicht abstreiten, dass es zunächst eine gute Sache ist, das CO2 nicht in die Atmosphäre zu blasen. Jedoch meinen viele, dass dies nur eine Übergangslösung sein kann, bis man den Planeten vollständig mit regenerativen Energiequellen versorgt hat oder eine Möglichkeit gefunden hat, den CO2-Ausstoß abzuschaffen.