Strompreisanstieg und dann? Altmaier warnt vor Konsequenzen

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

© Gina Sanders - Fotolia.com

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Dass Umweltschutz und ein nachhaltiges Wirtschaften keine Nebensache ist, sondern zu den Hauptproblemen zählt die es zu lösen gilt, zweifelt wohl kaum einer an. Jedoch sind gute Vorsätze nur eine Theorie, die tatsächliche Umsetzung von Klimazielen ist eine andere Sache.

In Deutschland bereitet die Energiewende, die vorsieht, Strom zukünftig nur aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, weiterhin Kopfschmerzen. Die Bundesregierung und allen voran Umweltminister Peter Altmaier äußern nun auch öffentlich Bedenken über soziale Probleme, die aus der Energiewende hervor gehen könnten. Vor allem Preiserhöhungen sind ein Punkt, den es zu vermeiden gilt. Strom sollte für Verbraucher und Industrie weiterhin gut bezahlbar sein, das gilt in der Regierung als Priorität. Dafür will sich der Minister nun mit Verbraucherschützern und Vertretern von Sozialverbänden treffen. Denn grüner Strom darf nicht nur für diejenigen interessant sein, die ihn sich ohne Probleme leisten können. Auch Einkommensschwache Familien und Bürger sollten nicht durch Mehrkosten belastet werden.

Altmaier, der Norbert Röttgen als Umweltminister abgelöst hatte, zweifelt außerdem daran, alle Ziele der Energiewende problemlos einhalten zu können. Zum Beispiel bestehen große Zweifel, ob es möglich ist, den Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 um 10 Prozent zu senken. Auch die angestrebte Anzahl an Elektroautos kann möglicherweise nicht erreicht werden. Weiterhin war vorgesehen die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, doch auch dieses Ziel ist nun in Gefahr. Denn ohne strikte Klimaschutzmaßnahmen kann auch die Erderwärmung nicht reduziert oder sogar gestoppt werden. 2010 war dieses Ziel bereits von der UN beschlossen worden. Denn nur wenn die Erderwärmung nicht noch stärker ansteigt, bleiben die Konsequenzen des Klimawandels überschaubar. Um in Deutschland nun effektiver zu agieren, wird darüber nachgedacht, ein eigenständiges Energieministerium ins Leben zu rufen. Somit könnte die Arbeit zum Thema Klimaschutz effektiver gestaltet werden.

Bauexpo-Hauptthema: Energieeinsparung

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Energieeffizienz © Gina Sanders - Fotolia.com

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Anfang Februar wurde um 11 Uhr wurde die 18. Bau-Expo in Giessen eröffnet. Insgesamt 367 Aussteller präsentieren auf über 16 000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen. Schwerpunkt der diesjährigen Ausstellung ist Energiewirtschaft. Allein diesem Themenkomplex räumen die Veranstalter die Halle 1 ein mit über 3000 Quadratmetern.

Schirmherr der Bau-Expo ist der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Er eröffnete die Messe heute morgen zusammen mit der Oberbürgermeisterin Gießens, Dietlind Grabe-Bolz. In einem zuvor abgehaltenen Pressegespräch erläuterten die Pressesprecher die Besonderheiten der Ausstellung.

Zum einen hat die Messe einen Zuwachs von insgesamt 600 Quadratmetern hingelegt und kann damit ein deutliches Wachstum an Ausstellern vorweisen. Die Halle 1 dient ausschließlich der spezialisierten Ausstellung zum Thema Energiewirtschaft, doch auch generell sind Energieeinsparungen bei anderen Baufachleuten ein Thema. Man wird also auch in anderen Hallen immer wieder auf dieses Thema stoßen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Baubranche ist barrierefreies Bauen. Durch neue Verordnungen sind immer mehr Unternehmen gezwungen, sich damit auseinander zu setzten. Die verschiedenen Aussteller bieten hierfür interessante Umsetzungsmöglichkeiten an.

Das Publikum erwarten auch in diesem Jahr einige Überraschungen und unzählige Möglichkeiten sich selbst auszuprobieren. Ein paar Highlights vorneweg:

Das Unternehmen Bosch hat einen Formel-1-Rennwagen Simulator aufgestellt in dem man für zwei Euro eine echte Rennstrecke nachfahren kann. Die Erlöse gehen an einen evangelischen Jugendstift. Außerdem kann man für gerade einmal fünf Euro einen eigenen Hammer einstielen. Auch hier gehen die Erlöse an einen guten Zweck, die Kinderklinik Gießen.

Am Samstag erwarten das Prinzenpaar von Gießen, Prinz Michael III. und Prinzessin Rosa I., die Besucher am Stand der Firma Neils. Ab 13.30 kann man dort dann einen echten Prinzen mit seiner Prinzessin bestaunen. Weitere Überraschungen sind geplant und können bei einem Besuch erkundet werden.

Die Messe findet vom 9. bis zum 12. Februar statt.

Tageskarte: 8 Euro; ermäßigt 6

Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt.

Finanzierung von Energiewende durch Bankensituation bedroht

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Alternative Energien © VRD - Fotolia.com

Alternative Energien © VRD - Fotolia.com

Im Zuge der Eurokrise finden sich immer weniger Banken dazu bereit, alternative Energiesysteme zu finanzieren. Das was die Bundesregierung so gerne sehen würde, dass Windrad und Co. zur Energiequelle der Zukunft avancierten, scheint vor einem Finanzierungs-Aus. Einzig die sozialen Förderbanken wie die KfW oder die Europäische Investitionsbank unterstützen die Energiewende. Herkömmliche Banken machen aus Sicherheitsgründen einen Rückzieher. Zu unsicher sei der Umgang mit diesen Energieerzeugern, da man Wartungskosten und Wartungsaufwand nicht genau ansehen könne. So gilt der Offshore-Windmarkt ein Paradebeispiel dafür, dass dieses Terrain ein für die Banken unbekanntes ist, von welchem man lieber absieht.

Dabei hatte man sich vor allem in den ersten Reihen der Bundesregierung hochfliegende Ziele gesteckt. Da ist der Frust natürlich groß, jetzt gerade auf dem so wichtigen Finanzierungsmarkt keine Abnehmer und Unterstützer dieser hochtrabenden Ideen zu finden. Selbst vor Gaskraftwerken schrecken die Banken zurück. Bereits realisierte Projekte beweisen, dass die Erträge nicht richtig kalkuliert wurden und bieten ein Negativbeispiel für das misslingen einer Investition in diesem Bereich. Zudem sind die Umsetzungen solcher Pläne immer mit hohem Aufwand vor allem auch in zeitlicher Hinsicht verbunden. Das kann man sich heute, in Tagen der Krise einfach nicht erlauben. Wieder einmal steht die Moral hinten an, wenn es ums blanke Überleben geht. Moralische Energiealternativen entpuppen sich als ein nicht vertretbarer Luxus. Die Chancen, die sich den Banken ergeben könnten, werden derzeit von der Staatsschuldenkrise massiv erschwert. Somit bleibt abzuwarten, in wie fern die anfängliche Ambition noch in irgendeiner Form umgesetzt werden kann.

Der Solarweltkongress

Veröffentlicht von: Maximilian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft, Sonnenenergie

Sonnenenergie, Foto: natursolar_flickr

Energiebedarf könnte in einigen Ländern heute schon mittels „grüner Energie“ gedeckt werden.

Nach dem Super-GAU in Fukushima im März diesen Jahres gab es in Deutschland erst hitzige Diskussionen, dann ein sechsmonatiges Moratorium und schließlich die Einigung, alle AKW in Deutschland bis 2021 abzuschalten – die sogenannte Energiewende. Deutschland will Vorreiter und Vorbild sein, seine Stromversorgung ab dem genannten Jahr mittels sogenannter „grüner Energie“ sicherstellen. Das sind Windkraft, Wasserkraft und natürlich Solarkraft. Anlässlich dieses Paradigmenwechsels in der deutschen Energiepolitik tagte der Solarweltkongress bis zum 02. September 2011 in Kassel. Zum Ende des Kongresses forderte der Kongresspräsident Klaus Vajen mehr staatliche und private Investitionen für die Energiewende. Auf dem Kongress sei gezeigt worden, dass Wind- und Sonnenenergie in vielen Ländern die Energieversorgung zukünftig sicherstellen könnte, sogar heute sei es schon teilweise denkbar. Viele Entwicklungen und Technologien hätten bereits Marktreife, so Vajen, Wissenschaftler an der Universität Kassel.

Dank neuer Solarmodule zur Strom- und Wärmeerzeugung sei es bereits in wenigen Jahren möglich, auch große Gebäude mit selbst erzeugter, regenerativer Energie zu versorgen. Die Steigerung der Effizienz wirke sich ebenfalls positiv auf die Energieversorgung der Zukunft aus.

“Die technische Entwicklung ist sehr nahe an der Realisierung von größeren Gebäuden, die in der Gesamtbilanz keine energiebedingten Emissionen mehr produzieren”, sagte Vajen. Eine engere Verzahnung der Disziplinen Bauphysik, Architektur und Haustechnik soll für optimalere Energieeffizienz und -versorgung sorgen.

Auf dem funftägigen Kongress waren 700 Gäste aus 66 verschieden Ländern. Dieser endete mit Exkursionen zu Unternehmen der Solarbranche.

Die Veranstaltung gilt als größte wissenschaftliche Tagung, die sich mit Solarenergie beschäftigt. Das nächste mal findet sie im Jahre 2013 im mexikanischen Cancun statt.

Ökostrom in Kambodscha

Veröffentlicht von: Die Heidelberger  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Ökostrom in Kambodscha ist eine neue Idee eines Konzerns, der sich Polarstern nennt.

Die Polarstern GmbH ist seit diesem Jahr ein neuer deutscher Ökostrom-Anbieter, der seine Kunden sowohl mit 100 Prozent Ökostrom als auch mit 100 Prozent Ökogas beliefert. Mit den eingenommenen Geldern soll in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland aber auch in Entwicklungsländern gefördert werden. So wird der Aufbau von Mikro-Biogasanlagen in Kambodscha gefördert. Die Öko-Energieprodukte der Polarstern GmbH wurden vom TÜV Nord geprüft und zertifiziert. Außerdem hat der Strom das Grüner Strom Label in Gold erhalten.

Florian Henle, einer der Gründer des Ökostrom-Anbieters erklärt, dass sie im Grunde den Fair Trade Gedanken auf den Energiemarkt übertragen und so jeder mit seinem persönlichen Konsum eine weltweit nachhaltige Entwicklung unterstützen kann. Den Angaben zufolge besteht der Ökostrom zu 100 Prozent aus Wasserkraft, wobei der Strom direkt aus österreichischen Kleinwasserkraftwerken importiert wird. Das Ökogas kommt aus ungarischen Zuckerrübenfabriken.

Bei einem durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt gehen 40 Euro im Jahr in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und weitere 40 Euro in den Ausbau der Mikro-Biogasanlagen in Kambodscha. Laut Polarstern dient das Geld als Anschubfinanzierung für die Familien, die sich dann bei den Banken weitere Mikro-Kredite holen können und somit die Stromversorgung vor Ort weiter ausbauen können. Von unabhängigen Energieversorgern vor Ort bekommen die Familien in Kambodscha wichtige Haushaltsutensilien wie Gaslampen und Gasherde.

In Kambodscha ist Lam Saoleng der lokale Partner. Durch die Zusammenarbeit soll ein reibungsloser Ablauf vor Ort gewährleistet werden. Dank der Unterstützung von Lam Saoleng konnten seit 2005 bereits 10645 Familien mit einer Mikro-Biogasanlage ausgestattet werden.

Das teure Ende eines Atomkraftwerkes

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

AKW Grohnde, Foto: flickrlosch_flickr

Durch die Energiewende werden nach und nach Atomkraftwerke zurück gebaut und abgeschaltet. Somit müssen Anwohner aufgrund der Angst vor eventuellen Schäden eigentlich nicht schnell umziehen, sondern können dort wohnen bleiben. Doch ein Atomkraftwerk lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen abbauen. So werden die alten Werke meistens erst von Beton eingemauert und nachdem die Strahlung abgeklungen ist abgebaut.

Bestes Beispiel dafür ist das Atomkraftwerk in Hamm-Uentrop. So wurde dieses Atomkraftwerk bereits 1989 außer Betrieb gesetzt und ist seitdem sorgfältig eingemauert. So soll dieses nun langsam abgebaut werden, bis es nicht mehr vorhanden ist. Nun droht aber ein Finanzierungsdebakel. So wurde 2008 von einem Gutachter errechnet, dass der gesamte Abbau 347, 1 Millionen Euro kosten würde. Diese reichen aber nun bei weitem nicht aus. Grund dafür ist vor allem, dass es kein Endlager für den radioaktiven Müll gibt und man somit die Kosten nur grob schätzen könne. Der Reaktor soll letztendlich 2030 abgerissen werden. Es konnte jedoch auch dazu noch keine Einigung in der Finanzierung erzielt werden, da ein bestimmter Energiekonzern die Verhandlungen blockiert.

Allein das Mauerwerk in dem der alte Atomreaktor eingeschlossen ist kostet jährlich 5 Millionen Euro. Man kann nur hoffen, dass noch eine Einigung in der Finanzierungsfrage erzielt wird, da genau dieser Reaktor als Beispiel und Sinnbild für den Rückzug aus der Atomenergie darstellen soll. Wenn jedoch keine Einigung erzielt wird muss der Staat die Kosten tragen, was letztendlich dann der Steuerzahler tragen muss.

Der Betrieb Energy Solutions hat mittlerweile bei der Bundesregierung ihr Interesse am Abbau des Atomkraftwerkes bekundet. So gehört diese Firma zu den führenden Konzernen, was den Rückbau und Abriss von Atomkraftwerken betrifft. Immerhin habe diese schon 22 Kraftwerke eingeschlossen und ganze 4 Stück demontiert.

Der fatale Einfluss des Menschen auf das Weltklima

Veröffentlicht von: Maximilian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Überall in den Medien hört man von der bestehenden und immer weiter fortschreitenden Zerstörung unseres Planeten. Dass daran zum größten Teil der Mensch selbst schuld ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Wir selbst haben das Schicksal der Erde in der Hand. Unser Einfluss ist entscheidend für sämtliche Naturprozesse, die stattfinden. Ob Tsunami, Erdbeben, Kälteperioden oder Vulkanausbrüche – fast immer ist eine Verbindung zum Verhalten des Menschen herzustellen.

Vor allem die Verbrennung von fossilen Energieträgern maximiert den Treibhauseffekt. Eine deutliche Erwärmung der Erde wird von Experten bereits seit Jahren vorausgesagt und ist seither auch stetig zu beobachten. Zudem soll sich das Auftreten von Wetterextremen häufen.

Die Veränderung des Klimas ist ein Prozess von enormer Bedeutung für alle Lebewesen dieses Planeten. Klima beschreibt dabei den langjährigen, mittleren Zustand der Atmosphäre. Wetter hingegen bezeichnet kurzfristige Klimaereignisse, zum Beispiel Regenfälle, Hitze, Stürme oder Schnee. Wetter und Klima hängen also unmittelbar zusammen. Eine dauerhafte Veränderung der Wetterverhältnisse bedeutet also auf längere Sicht eine Veränderung des Klimas. Dieses wird gesteuert vom Zusammenspiel externer und interner Einflussfaktoren. Diese kann man als ein sogenanntes Klimasystem zusammenfassen.

Der dominierende Faktor, der unser Klima beeinflusst, ist die Sonneneinstrahlung. Dieses Phänomen bezeichnet man als externen Faktor. Es gibt fünf Untersysteme, welche interne Faktoren genannt werden. Dazu zählen die Atmosphäre, die Hydrosphäre, die Biosphäre, die Kryosphäre und die Lithosphäre. Zwischen diesen einzelnen Systemen finden ständig Austauschprozesse statt. Wenn sich beispielsweise die Stärke der Sonneneinstrahlung verändert, so ist damit eine sofortige Änderung der Kryos- und Hydrosphäre verbunden. Es verdunsten sowohl große Mengen an Meereswasser, als auch die Oberfläche bedeckende Eisflächen schmelzen.

In der Geschichte unseres Planeten gab es schon oftmals den Wechsel zwischen verschiedenen Klimaperioden. Diese waren jedoch von der Ortung unseres Planeten im Sonnensystem und nicht vom Menschen bedingt.

Der Treibhauseffekt

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

In Zeiten der Klimakatastrophe hört man oft den Begriff „Treibhauseffekt“. Jeder wirft damit um sich, in den Nachrichten wird damit schockiert, jedermann tut, als wisse er wirklich, worum es ginge. Doch in Wahrheit ist es den meisten ein absolutes Rätsel, was der Klimaschutz mit einem Treibhaus zu tun haben soll. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff „Treibhauseffekt“ erstmalig geprägt. Pioniere der Klimaforschung fanden damals erste Hinweise, dass menschliche Aktivitäten für eine Anhäufung von Kohlendioxid in der Atmosphäre sorgten.

John Tyndall war seinerzeit bekannter britischer Physiker und Forscher. Er wirkte in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit erkannte er auch, dass Kohlendioxid und Wasserstoff die beiden wichtigsten Treibhausgase sind.

Diese begünstigen die Klimaerwärmung. Aber wie? Normalerweise wird Wärme aus der Atmosphäre in das All abgestrahlt. Dadurch bleibt die Temperatur auf der Erde konstant. Die Treibhausgase verhindern jedoch die Wärmeabstrahlung. Diese staut sich in der Atmosphäre, es wird auf unserem Planeten wärmer.

Bereits vor Tyndall hatte auch der französische Physiker Fourier die Behauptung aufgestellt, dass in der Erdatmosphäre Sonnenwärme gespeichert würde. In seinen Abhandlungen nannte er dies „Glashauseffekt“, l’effet de serre. Der Begriff Treibhauseffekt wurde in Anlehnung daran geprägt.

Forscher stellten frühzeitig fest, dass sich der Anteil von Kohlendioxid in der Luft immer mehr verstärkte, jedoch konnten sie keinen Grund dafür benennen. Dies gelang erst dem österreichischen Chemiker Hans Suess. Im Fachmagazin „Nature“ verfasste er einen Artikel, welcher die Debatte über die Verschuldung der Klimaerwärmung durch den Menschen auslöste. Dies geschah im September 1955. In diesem Beitrag erwähnte Suess erstmalig, dass bei der Verbrennung von Öl und Gas Kohlendioxid entstehe, welche sich in der Luft anreichere.

Die Messung des CO2-Anteils in der Luft verdanken wir Charles Keeling. Dieser entwickelte 1958 ein Messgerät wir das Gas.

Treibhaus, Foto: d.reicherdt_flickr

 

Die Folgen des Klimaprogramms für Verbraucher

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

Strom durch Windkraft, Foto: een_berlina_flickr

Die Bundesregierung verpflichtete sich, nicht zuletzt seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, zu erheblichen Maßnahmen im Klimaschutz. Damit ging ein integriertes Energie- und Klimaprogramm einher. Dieses ist eine Kombination aus ökonomischen Instrumenten, Fördermaßnahmen und einem veränderten Ordnungsrecht. Vor allem Verbraucher müssen sich nun auf neue Vorgaben einstellen. Gleichzeitig können sie jedoch von den erheblichen Einsparmöglichkeiten profitieren, welche die Maßnahmen mit sich bringen.

Vor allem, wer neu baut, muss sich mit einem ganzen Paket an Vorschriften herumschlagen. Vor allem eine verbesserte Dämmung des Hauses muss berücksichtigt werden. Zudem verpflichten sich Häuslebauer, einen Anteil ihrer benötigten Energie aus erneuerbarer Wärmeerzeugung zu beziehen. Dies kann beispielsweise durch die Ankopplung an eine Solarthermieanlage erfolgen.

Rechtliche Grundlagen für diese Forderungen hat der Staat mit der verschärften Energiesparverordnung und dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz geschaffen.

Insgesamt sind diese Maßnahmen wirtschaftlich, da die Amortisationszeiten unter der Lebenszeit der Anlagen liegen.

Wer ein Haus energetisch saniert, erhält umfangreiche Förderungen durch das CO2-Gebäudeprogramm. Wenn man sein Dach dämmen will oder vorhat, die Fenster auszutauschen, so kann man dafür einen Zuschuss oder einen günstigen Kredit beantragen. Der Staat gibt jährlich 1,4 Milliarden Euro für energetische Gebäudesanierung aus.

Auch Förderungen bei der Ausstattung mit Solaranlagen auf dem Dach des Hauses, des Schuppens oder im Garten kann man beantragen. Der Staat subventioniert den Bau von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen. Beispielsweise können Landbesitzer auch eine Windkraftanlage auf einem ihrer Felder aufstellen. Dies ist eine große Investition, die sich jedoch auf lange Sicht lohnt, da man den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen kann und daran verdient. Auch der Bau der Anlage wird staatlich unterstützt.

Auch, wenn man baut, sollte man die Ausrichtung des Hausdaches überdenken. Möglicherweise möchte man nach ein bis zwei Jahren eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen. Dies ist jedoch nur bei einer Nord-West-Ausrichtung des Daches zu empfehlen.

 

Die CCS-Technologie

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Allgemein, Energiepolitik und Energiewirtschaft

CSS Logo, Foto: enstarter_flickr

In Zeiten des Klimawandels gilt es vor allem, neue Technologien zu entwickeln, die zum einen mit regenerativen Energien betrieben werden können und zum anderen einen geringen Emissionsausstoß vorweisen.

Da Deutschland das Kyoto-Protokoll unterzeichnete, verpflichtete sich die Bundesregierung, den Schadstoffausstoß auf einen geringeren Wert zu begrenzen. Subventionen für Windkraftwerke und Solaranlagen waren die Folge. Die Bundesrepublik steht im internationalen Vergleich extrem gut da in puncto Klimaschutz. Auch die Entwicklung von CCS-Technologien ist wegweisend im Bereich der Co2-Einsparung.

Das Kürzel CCS steht hierbei für Co2 Capture and Storage. Dies bedeutet übersetzt die Abscheidung von Kohlendioxid an Kraftwerken oder Industrieanlagen mit nachfolgender Speicherung der Emissionen in tief liegenden geologischen Gesteinsschichten.

Die Co2-Emissionen, die bei der Verstromung fossiler Energieträger anfallen, sollen dadurch erheblich reduziert werden. In diesem Industriebereich werden in Deutschland jährlich die meisten Schadstoffe frei. Doch auch in anderen Gebieten fallen CO2-Ausstöße an, so beispielsweise bei der Zement-, Stahl- und Aluminiumproduktion. Auch die Petrochemie wirbelt ganz schön viel Schmutz in die Lüfte. Wenn die CCS-Technik auch in diesen Gebieten Einsatz finden würde, so könnte man auch hier CO2 in Ausmaßen von bis zu 80 Millionen Tonnen sparen.

Auch bei der Erdgasgewinnung wird normalerweise eine Menge CO2 frei. Dieses könnte durch die CCS-Technologie abgetrennt werden und nach der Erschließung der Erdgasfelder wieder in tiefer liegende Gesteinsformationen zurückgeführt werden.

Kritiker sind jedoch skeptisch: Was passiert mit dem CO2, wenn es erst einmal unter der Erde ist? Tritt es an anderen Stellen wieder aus? Verändert es die innere Struktur unseres Planeten? Natürlich können Natur- und Umweltfreunde nicht abstreiten, dass es zunächst eine gute Sache ist, das CO2 nicht in die Atmosphäre zu blasen. Jedoch meinen viele, dass dies nur eine Übergangslösung sein kann, bis man den Planeten vollständig mit regenerativen Energiequellen versorgt hat oder eine Möglichkeit gefunden hat, den CO2-Ausstoß abzuschaffen.