14.Oktober 2011
Veröffentlicht von: Maximilian : Kategorie:
Windenergie

Windpark auf Husum, Foto: atpe_flickr
Seit knapp 20 Jahren findet in Husum die Windmesse statt. Man könnte also behaupten, dass es schon eine gewisse Tradition auf der Insel ist. Nun soll diese Messe jedoch ab 2014 in Hamburg stattfinden, was natürlich für große Empörung sorgt.
Der Grund für die Verlegung liegt eigentlich auf der Hand: Der Bereich der Stromgewinnung aus der Windenergie ein sehr stark wachsender Industriezweig. Dementsprechend viele Interessenten und Aussteller zieht diese Messe also jährlich nach Husum. Dabei werden es natürlich von Jahr zu Jahr mehr. Das Ziel ist es, zu einer wegweisenden Ausstellung in ganz Europa zu werden. Husum bietet dafür aufgrund seiner Kapazitäten einfach nicht genügend Platz und sorgt somit für Probleme. Da hat man in Hamburg einfach viel bessere Voraussetzungen, was Ausstellungsmöglichkeiten angeht. Außerdem ist Hamburg auch viel einfacher zu erreichen und weist eine bessere Infrastruktur auf, was zusätzlich weitere Menschen zur Messe locken würde.
Jedoch ist gerade der Regierungschef von Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen sehr erzürnt über diese Maßnahme. Er wirft Hamburg Ungerechtigkeit vor und dass sich die Organisation nicht kollegial verhalten würden. Dabei muss man sagen, dass die Austragung der Messe im Frühjahr offen ausgeschrieben wurde und Hamburg die ganze Zeit über mit offenen Karten gespielt hat. Desweiteren hat Hamburg schon angeboten, die Messe 2014 in Kooperation mit Husum durchzuführen und diese somit trotzdem weiterhin an dem Projekt teilhaben zu lassen. Carstensen möchte das jedoch nicht akzeptieren, da es für ihn keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe darstellen würde, auf die er jedoch sehr großen Wert legt.
10.August 2011
Veröffentlicht von: Rainer : Kategorie:
Erneuerbare Energien,
Windenergie

Windkraftanlage, Foto: blue ridge kitties_flickr
Seit die Bundesregierung das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat, verpflichtet sie sich, die Kohlendioxid-Emissionen um einen erheblichen Anteil zu senken. Um dieses Ziel zu verwirklichen, fördert sie vor allem den Bau und die Erforschung von Energieanlagen, welche mit regenerativen Energiequellen betrieben werden können. Subventionen fördern vor allem Solar- und Windkraftanlagen. Hausbesitzer haben die Möglichkeit, sich auf ihren Dächern staatlich subventionierte Solarzellen anbringen zu lassen. Den Strom, den sie nicht für ihren Eigenverbrauch benötigen, können sie dann in das öffentliche Stromnetz einspeisen und damit noch ordentlich Gewinn machen. Eine Investition, die sich also lohnt. Auch der mark für Windanlagen entwickelt sich. Die Leistung der einzelnen Anlagen wird immer höher. Auch die Höhe der Windräder nimmt zu. In Deutschland, wo der Windenergiemarkt einst führend weltweit war, nimmt diese Form der Energiegewinnung nun jedoch im internationalen Vergleich ab. Grund: Immer mehr Offshore-Anlagen werden im Ausland in Betrieb genommen. Dies ist in Deutschland jedoch nur eingeschränkt umsetzbar, weil die Bedingungen an den Küsten dafür nicht optimal sind.
Es ist schon fast ärgerlich, dass die Strände von Nord- und Ostsee nicht recht für den Bau solcher Anlagen geschaffen sind. Schließlich erbringen Anlagen, die „Offshore“, also auf See stationiert sind, die größte Leistung. Fast 6 MW Nennleistung kann man beispielsweise bei Anlagen in den Niederlanden verzeichnen. Diese Modelle sind jedoch noch Prototypen und kommen nur vereinzelt zum Einsatz. Normale Windanlagen auf See verbuchen eine Leistung von 5 MW.
Da die Windstärke mit der Höhe über dem Land steigt, wachsen die Windkraftanlagen stetig in die Höhe. In Brandenburg gibt es mittlerweile Windräder, die ganze 160 Meter Nabenhöhe verzeichnen. Dies entspricht einer Gesamthöhe von 205 Metern und ist somit ein Weltrekord.
Das Unternehmen, welches mit dem Rad in Betrieb ging, erhofft sich eine 30 Prozent höhere Leistung als bei Windenergieanlagen auf niedrigeren Türmen.