Irrtümer der Energiewende

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Allgemein

© lassedesignen - Fotolia.com

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Plötzlich war sie da, die grüne Welle. Vor gut einem Jahr begann in Deutschland eine schnelle Wende in der Energie- und Umweltpolitik. Doch mittlerweile zeigt sich, dass das Projekt weitaus komplexer als angenommen und es noch ein weiter Weg bis zum grünen Deutschland ist. Hier die größten Irrtümer.

Nach Fukushima beschloss die Bundesregierung 2011 das Aus für deutsche Atomkraftwerke. Als Befürchtungen aufkamen, dadurch würden die Strompreise steigen, beruhigte der ehemalige Bundesumweltminister Nörbert Röttgen. Doch heute zeigt sich, dass die Energiewende viel teurer als erwartet wird und dadurch auch drastische Preissteigerungen für Strom zu erwarten sind. Manche Experten sprechen von 70 Prozent bis zum Jahr 2025. Allein der Ausbau der Stromtrassen kostet in den nächsten zehn Jahren zwanzig Milliarden Euro. Der Ausbau der Offshore-Windenergie wird weitere zehn Milliarden verschlingen.

Auf Offshore-Windanlagen wurden vor gut einem Jahr ohnehin noch geschworen. Experten sprachen von dem größten Potential für die Energiewende, sofort wurde ein teures Programm zur Förderung von Windkraft auf wilder See eingerichtet. Heute zeigt sich, dass Offshore-Anlagen noch lange nicht ausgereift sind und die damaligen Erwartungen völlig übertrieben waren: Der Bau und Unterhalt der Anlagen ist zu teuer, die Strombeförderung an Land kritisch. Investoren finden sich kaum noch und auch beteiligte Unternehmen bekommen immer mehr Schwierigkeiten. Deswegen musste auch Siemens für das vergangene Jahr rote Zahlen in der Sparte erneuerbare Energien verkünden.

Schon zu Beginn der übereilten Energiewende fragten sich viele Kritiker, ob ohne AKWs und den Bau neuer Kraftwerke überhaupt die Stromversorgung in Deutschland gesichert wäre. Wieder beruhigte das Bundesumweltministerium. Doch im vergangenen Februar wäre es fast zu einem Stromausfall in der ganzen Bundesrepublik gekommen, der nur durch den Rückgriff auf AKW-Reserven verhindert werden konnte.

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