Schleswig Holstein und alternative Energien

Veröffentlicht von: Rainer  :  Kategorie: Erneuerbare Energien

Alternative Energien © visdia - Fotolia.com

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Schleswig-Holsteins Landesregierung setzt auf regenerative Energien. Bis 2020 soll der gesamte Energiebedarf des Bundeslandes aus Windenergie gewonnen werden

Dabei soll die zu Verfügung stehende Fläche, die mit Windparks bestückt werden soll, um mindestens 1,5 Prozent ausgeweitet werden. Daraus ergäbe sich eine Gesamtnutzungsfläche von bis zu 11.000 Hektar. Die Umstellung von atomarer Energiegewinnung auf Windkraft erscheint zunächst als eine nachhaltige, gut durchdachte Idee der Landespolitik, doch nicht alle Bürgerinnen und Bürger sind mit diesem Konzept einverstanden.

Wütende Bürger machen ihrem Unmut über die Pläne der Landesregierung in zahlreichen Bürgerinitiativen Luft. Dieses Form der bürgerlichen Partizipation hat bei Kommunalpolitikern Gehör gefunden und so finden quer durch Schleswig-Holstein angeregte Diskussionen über den Bau von neuen Windparks statt.

Die Argumente gegen die Bauvorhaben, die meist von Anwohnern, die in der nähe eines solchen Windparks wohnen, vorgebracht werden beziehen sich zunächst auf die Höhe der Windanlagen. In Neu-Sophienhof im Kreis Plön soll eines der Windräder auf eine Höhe von 150 Metern (Was der Höhe des Kölner Doms entspräche) augestockt werden.

Dabei geht es den Anwohnern nicht nur um eine eventuelle Verschandelung der Landschaft, sie fürchten viel mehr, dass ihre Immobilien unmittelbar an Wert verlieren. Manche der Verbände fordern deshalb eine generelle Entschädigung für Anwohner von Windparks. Das Schleswig-Holsteinsche Innenministerium sieht für eine solche Entschädigung aber keine rechtliche Grundlage.

Auch die Stadt Lübeck steckt mitten in einer Windmühlen-Debatte. Denn geht es nach den Stadtplanern, so soll im Norden der Stadt ein kommunaler Windpark errichtet werden, der im schlimmsten Falle sogar den UNESCO-Welkulturerbestatus der Stadt gefährden könnte. Ein solcher Windpark könnte nämlich die freie Sicht auf die Sieben-Türme-Silhouette der Altstadt einschränken, die von der UNESCO aber vorgeschrieben wurde.