Der Solarweltkongress

Veröffentlicht von: Maximilian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft, Sonnenenergie

Sonnenenergie, Foto: natursolar_flickr

Energiebedarf könnte in einigen Ländern heute schon mittels „grüner Energie“ gedeckt werden.

Nach dem Super-GAU in Fukushima im März diesen Jahres gab es in Deutschland erst hitzige Diskussionen, dann ein sechsmonatiges Moratorium und schließlich die Einigung, alle AKW in Deutschland bis 2021 abzuschalten – die sogenannte Energiewende. Deutschland will Vorreiter und Vorbild sein, seine Stromversorgung ab dem genannten Jahr mittels sogenannter „grüner Energie“ sicherstellen. Das sind Windkraft, Wasserkraft und natürlich Solarkraft. Anlässlich dieses Paradigmenwechsels in der deutschen Energiepolitik tagte der Solarweltkongress bis zum 02. September 2011 in Kassel. Zum Ende des Kongresses forderte der Kongresspräsident Klaus Vajen mehr staatliche und private Investitionen für die Energiewende. Auf dem Kongress sei gezeigt worden, dass Wind- und Sonnenenergie in vielen Ländern die Energieversorgung zukünftig sicherstellen könnte, sogar heute sei es schon teilweise denkbar. Viele Entwicklungen und Technologien hätten bereits Marktreife, so Vajen, Wissenschaftler an der Universität Kassel.

Dank neuer Solarmodule zur Strom- und Wärmeerzeugung sei es bereits in wenigen Jahren möglich, auch große Gebäude mit selbst erzeugter, regenerativer Energie zu versorgen. Die Steigerung der Effizienz wirke sich ebenfalls positiv auf die Energieversorgung der Zukunft aus.

“Die technische Entwicklung ist sehr nahe an der Realisierung von größeren Gebäuden, die in der Gesamtbilanz keine energiebedingten Emissionen mehr produzieren”, sagte Vajen. Eine engere Verzahnung der Disziplinen Bauphysik, Architektur und Haustechnik soll für optimalere Energieeffizienz und -versorgung sorgen.

Auf dem funftägigen Kongress waren 700 Gäste aus 66 verschieden Ländern. Dieser endete mit Exkursionen zu Unternehmen der Solarbranche.

Die Veranstaltung gilt als größte wissenschaftliche Tagung, die sich mit Solarenergie beschäftigt. Das nächste mal findet sie im Jahre 2013 im mexikanischen Cancun statt.

Das teure Ende eines Atomkraftwerkes

Veröffentlicht von: Fabian  :  Kategorie: Energiepolitik und Energiewirtschaft

AKW Grohnde, Foto: flickrlosch_flickr

Durch die Energiewende werden nach und nach Atomkraftwerke zurück gebaut und abgeschaltet. Somit müssen Anwohner aufgrund der Angst vor eventuellen Schäden eigentlich nicht schnell umziehen, sondern können dort wohnen bleiben. Doch ein Atomkraftwerk lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen abbauen. So werden die alten Werke meistens erst von Beton eingemauert und nachdem die Strahlung abgeklungen ist abgebaut.

Bestes Beispiel dafür ist das Atomkraftwerk in Hamm-Uentrop. So wurde dieses Atomkraftwerk bereits 1989 außer Betrieb gesetzt und ist seitdem sorgfältig eingemauert. So soll dieses nun langsam abgebaut werden, bis es nicht mehr vorhanden ist. Nun droht aber ein Finanzierungsdebakel. So wurde 2008 von einem Gutachter errechnet, dass der gesamte Abbau 347, 1 Millionen Euro kosten würde. Diese reichen aber nun bei weitem nicht aus. Grund dafür ist vor allem, dass es kein Endlager für den radioaktiven Müll gibt und man somit die Kosten nur grob schätzen könne. Der Reaktor soll letztendlich 2030 abgerissen werden. Es konnte jedoch auch dazu noch keine Einigung in der Finanzierung erzielt werden, da ein bestimmter Energiekonzern die Verhandlungen blockiert.

Allein das Mauerwerk in dem der alte Atomreaktor eingeschlossen ist kostet jährlich 5 Millionen Euro. Man kann nur hoffen, dass noch eine Einigung in der Finanzierungsfrage erzielt wird, da genau dieser Reaktor als Beispiel und Sinnbild für den Rückzug aus der Atomenergie darstellen soll. Wenn jedoch keine Einigung erzielt wird muss der Staat die Kosten tragen, was letztendlich dann der Steuerzahler tragen muss.

Der Betrieb Energy Solutions hat mittlerweile bei der Bundesregierung ihr Interesse am Abbau des Atomkraftwerkes bekundet. So gehört diese Firma zu den führenden Konzernen, was den Rückbau und Abriss von Atomkraftwerken betrifft. Immerhin habe diese schon 22 Kraftwerke eingeschlossen und ganze 4 Stück demontiert.